Ein Schiff in archäologischer Mission

Kategorie: 3D-Design – high-poly


Diese Arbeit stammt aus dem Praxissemester, welches Teil des Master-Studiums war und mich ans Deutsche Schiffahrts­museum in Bremerhaven führte. Was tut man als Absolvent der Digitalen Medien dort? Die Aufgaben waren in der Tat vielfältig und umfassten u. a. 2D-, Web- und Printdesign.


Vorrangig arbeitete ich im Rahmen eines Projektes, welches sich mit der Erforschung und Dokumentation von in der Nordsee versunkenen Schiffen und sonstigen Wasserfahrzeugen, ggf. auch abgestürzten Flugzeugen befasst. Neben der Gestaltung von diversen Medien wie Postern und Faltblättern zum Thema war ganz zentral die Schaffung eines Motivs, welches dieses Vorhaben visualisiert. Aufgrund meiner fachlichen Ausrichtung wie auch der besseren Möglichkeiten überzeugte ich die Verantwortlichen davon, statt mittels Fotomontage das Ganze in 3D umzusetzen.


Es folgte eine durchaus umfangreiche Anzahl an Vorschlägen, übrig blieb dieser: Ein Forschungsschiff zieht die Meeresoberfläche zur Seite, um darunter Verborgenes freizulegen, in diesem Fall den Rumpf eines altes Segelschiffes sowie Schädel und Geweih eines Rentieres (weite Teile der Nordsee waren vor mehreren tausend Jahren Festland).


Die Anfänge des Schiffs entstanden noch in ZModeler 1.07b, dann ging es jedoch mit Blender 2.65 weiter. Anhand von Fotos des LEV Taifun gestaltete ich das Schiff, für die Meeresoberfläche kam das in Blender integrierte Ocean-Modul zum Einsatz. Sowohl für die Texturen als auch das Zusammenfügen einzelner gerenderter Kacheln kam GIMP 2.8.2 zum Einsatz. Das Rendern in einzelnen Segmenten war nötig, da für ein DIN A0 Poster Dimensionen der Grafik von 11000 x 5000 Pixeln nötig waren, womit der anfangs zur Verfügung stehende Computer überfordert war.